Tagung: Störungen des ‚Selbst’

Allgemein

Störungen des ‚Selbst’ – Trauma-Erfahrungen und Möglichkeiten ihrer künstlerischen Konfiguration

Internationale wissenschaftliche Tagung auf Schloss Rauischholzhausen/ Justus-Liebig-Universität Gießen vom 28. Juni bis 30. Juni 2018.

Ausgerichtet von Prof. Dr. Carsten Gansel (Justus-Liebig-Universität Gießen) und Prof. Dr. Monika Wolting (Universität Wrocław/Polen)

Call for Papers

Tagungsprogramm

Abstracts

Das hier ins Zentrum einer Tagung gestellte Thema zu Trauma-Erfahrungen und ihrer künstlerischen Darstellung folgt einem Projekt, das „Störungen im Literatur- und Mediensystem“ nachgeht und im Rahmen einer von der Alexander-von-Humboldt-Stiftung geförderten Institutspartnerschaft zwischen zwei Lehrstühlen in Gießen (Carsten Gansel) und in Wrocław (Tomasz Małyszek und Monika Wolting) seit 2015 realisiert wird.

Auf der Tagung soll nun ein spezielles Problem von ›Störungen‹ im Zentrum stehen: Es geht um Fragen nach der medialen, literarischen, künstlerischen Diskursivierung, Inszenierung und Funktionalisierung von lebensweltlichen Störungen. Im Mittelpunkt steht also die Rolle der Künste bei der ‚Verarbeitung’ von existentiellen Krisensituationen und fundamentalen gesellschaftlichen Zäsuren (u.a. Revolutionen, Kriege). In diesem Rahmen erfolgt eine Konzentration auf Texte bzw. Konfigurationen, in denen Traumata eine Rolle spielen bzw. in denen es um die Auseinandersetzung mit traumatischen Erlebnissen geht. Es können dies Texte sein, die sich mit den Auswirkungen von gesellschaftlichen Krisen (Krieg, Holocaust, Bombenkrieg, Flucht und Vertreibung) auf Individuen beschäftigen, von alters-, geschlechts- oder familienbezogenen Traumata (Tod, Krankheit, Vergewaltigung, Missbrauch) oder auch von den vielfältigen Formen schuldhaften Tuns (persönliches Versagen, Denunziation, Verrat) ‚erzählen‘.

Beitragsbild: Alexander Bernat (Wrocław)

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