mit Markus Stromiedel

Gespräch

Identitäten in distopischen Welten

Markus Stromiedel im Gespräch mit Monika Wolting

Erschienen in: Identitätskonstruktionen in der deutschen Gegewartsliteratur. Hg. v. Monika Wolting.  V&R Göttingen 2017.

(Ein Fragment)

Monika Wolting: Herr Stromiedel, in Ihren Romanen arbeiten Sie mit Elementen von Utopie, Dystopie, Anti-Utopie, Science-Fiction und fantastischer Erzählung. Gibt es Gründe für diese doch wohl besondere Affinität für diese Gattung?

Markus Stromiedel: Mich haben Utopien schon immer fasziniert. Als ich Kind war, hat mich eine Fernsehserie von Hermann van Veen sehr beeindruckt. Dort gab es eine Mühle mit sehr vielen Türen, und diese Türen führten in andere Welten. Die Vorstellung, meine eigene kleine Welt durch eine solche Tür zu verlassen, fand ich großartig, bei diesem Gedanken haben sich tatsächlich in mir Welten geöffnet. Durch diese Türen gehe ich immer noch, heute ganz bewusst. Ganz konkret wie in meinem Jugendbuch „Der Torwächter“, und im übertragenen Sinne auch in meinen Romanen „Zone 5“ und „Die Kuppel“, auch wenn diese Texte in ihrer Intention sicherlich anders gelagert sind. Hier tritt das Dystopische mehr in den Vordergrund. Bei allem, was ich schreibe, interessiert mich die Frage, wohin sich der Mensch entwickeln wird, wenn er heute nichts in seiner Welt verändert. Das ist der aufklärerische Anspruch meines Schreibens, der auch begründet, warum ich mich weg von der Utopie bewege, denn in der Dystopie kann ich die Konsequenzen des menschlichen Handels viel radikaler aufzeigen.

Monika Wolting: Bei Dystopien kommen Grenzen zutage, an die die Individualitäten stoßen. Solange der Mensch an keine Grenzen stößt, kann er angenehm leben, doch die Entwicklung kommt hauptsächlich dann, wenn er an Grenzen stößt.

Markus Stromiedel: Natürlich, weil wir uns an Grenzen reiben. An der Erfahrung der Grenze spüren wir, wo unser Drang hingeht, wie wir unsere Identität ausrichten. Wir vergegenwärtigen, was wir wirklich wollen, was uns wirklich fehlt.

Monika Wolting: Worin sehen Sie das Interesse der Leser an Literatur, die Utopien oder womöglich Dystopien im Thema führt? Ist unsere Welt so gut oder so schlimm, dass der Leser nach der Bestätigung sucht, es könne noch schlimmer sein?

Markus Stromiedel: Dystopien, aber auch Utopien, finden am meisten Zuspruch, wenn es den Menschen gut geht. Sich mit einer Vision unserer Zukunft zu befassen, kostet Kraft, und zwar umso mehr, je näher uns diese Zukunft kommt, nicht nur zeitlich, sondern auch emotional. Gerade jetzt ist unsere Welt sehr anstrengend, für jeden und in jedem Bereich, und das macht es für Autoren wie mich schwer, mit dystopischen Texten eine breite Masse an Lesern zu erreichen, was ich trotz meines literarischen Anspruchs in meinem Selbstverständnis als aufklärerischer Autor natürlich möchte. Nach meinem Empfinden war die Blütezeit der Utopie, aber auch der Dystopie, in den 1950er und 1960er und vielleicht auch noch den 1970er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, eine Zeit des Aufbruchs, eine Phase der vermeintlich unbegrenzten Möglichkeiten, trotz des kalten Krieges und seines absurden Wettlaufs um eine fiktive Vorherrschaft. Das hat mich geprägt. Doch obwohl diese Zeit längst vorüber ist, gibt es immer noch in vielen Menschen den Wunsch, nach vorne zu blicken. Vielleicht sucht der Leser nach „Reparaturhandlungen“, die in solchen Texten versteckt sein könnten, auch gerade durch die Überzeichnung der dargestellten Realität.

Monika Wolting: Die Botschaft Ihrer Texte vermittelt sich oftmals über Reflexionen der Protagonisten. Ich zitiere hier einen Abschnitt aus „Zone 5“: „Sie wollen Macht. Sie wollen die Menschen und die Ereignisse in der Welt beeinflussen. Sie wollen Möglichkeiten haben, Ihre Ideen zu verwirklichen. […] Sie wollen beeinflussen, wie die Zukunft der Welt aussieht. 1 Mit solchen Äußerungen eröffnen Sie „Denk-Spielräume“ für die Leser, in denen Sie die Probleme heutiger Gesellschaft aufgreifen. Korrespondiert die Struktur Ihrer Texte mit Ihren Auffassungen von den Möglichkeiten der Literatur als Aufstörungsfaktor?

Markus Stromiedel: Wenn es mir gelingt, aufzustören, bin ich sehr froh darüber. Das ist der Impetus, der mich antreibt. Der Anspruch ist nicht allein der Text. Es geht um den Gedanken, den er transportiert. Ich habe die Vision, dass Texte etwas verändern können. Als Autor stelle ich mir immer wieder die Frage: Hat mein Schreiben einen Sinn? Warum mache ich das? Es gibt Tage, an denen ich über meine Arbeit verzweifle. Doch dann glaube ich wieder ganz fest daran, dass es da draußen vielleicht den einen Menschen gibt, der sich jetzt genau die Fragen stellt, die aus der Lektüre meiner Texte resultieren. Und der dann den nächsten Schritt tut.

Monika Wolting: Was für Schritte würden Sie sich am meisten wünschen?

Markus Stromiedel: Hätten Sie mir diese Frage vor 30 Jahren gestellt, hätte ich Ihnen sehr genau erklärt, was wir tun müssen, damit die Welt gesundet. Je älter ich werde, desto weniger Antworten habe ich. Dafür werden meine Fragen präziser. Ich überblicke Zusammenhänge, sehe die äußeren und vor allem inneren Zwänge, in denen wir festhängen, und beobachte die menschlichen Unzulänglichkeiten und Verhaltensmuster, die sich Generation für Generation wiederholen. Hier setze ich an. Man muss nicht jeden Fehler wiederholen, den die Generation vor einem gemacht hat. Allerdings reicht die intellektuelle Auseinandersetzung mit einem Thema nicht aus, um solche Fehler zu vermeiden, zumindest habe ich das an mir selbst beobachtet. Nur das, was man auch emotional durchdringt, kommt auch nachdrücklich bei einem an. Deshalb lege ich meine Texte so an, dass sie für den Leser intensiv erlebbar sind, stellvertretend für eigenes reales Erleben.

Monika Wolting: In den Medien des 21. Jahrhunderts wird bereits oft jede besonders abscheuliche Gewalt, die als gegen die Gesellschaft gerichtet verstanden wird, `Terrorismus´ genannt, wobei es gleichgültig ist, ob es dabei um Aktivitäten von regierungsfeindlichen Dissidenten oder von der Regierung selber, um organisierte Verbrecherbanden oder gewöhnliche Kriminelle, um randalierenden Mob oder um Personen, die militant protestieren, um einzelne Irre oder um einsame Erpresser geht. Was verstehen Sie unter `Terrorismus´, wenn Sie diese Gewaltform in Ihrem Text „Zwillingsspiel“ einsetzten?

Markus Stromiedel: Der Terrorismus in „Zwillingsspiel“ ist der, der aus der Mitte unserer Gesellschaft kommt. In diesem Roman, der 2008 erschienen ist, spiele ich vor dem Hintergrund eines Geschwisterdramas durch, was nach einem islamistischen Anschlag in Deutschland in unserer Gesellschaft passiert. Die Menschen sind in ihren Ängsten berechenbar, das zeigen nicht zuletzt die Strategiepapiere des sogenannten Islamischen Staates. Und auch die Reaktion der Demokratie auf die Reflexe der Menschen ist vorhersehbar. Mich erschreckt immer noch, wie aktuell dieses Buch ist und wie viele der Dinge, die ich mir und den Lesern ausgemalt habe, tatsächlich schon passiert sind.

Monika Wolting: In „Zone 5“ bauen Sie ein staatspolitisches System auf, dass ebenso mit dem Begriff `Terrorismus´ in Verbindung gebracht werden kann. Der Präsident der Europäischen Union, Henry Laftmann, hat es durchgezogen, seine Ansichten durch ein System von auf Zwang beruhenden Einschüchterungen durchzusetzen. Würden Sie diesem Gedanken Folge leisten, oder wäre Ihnen der Begriff `Diktator´ lieber? In dieser Form des Terrorismus, die ich hier meine, geht es um ein geplantes, berechnetes und systematisches Tun.

Markus Stromiedel: Es ist die Frage, wie wir jemanden definieren, der bewusst handelt, um seine Ziele zu erreichen. Ich bin mir nicht sicher, ob jemand, der sich so wie die Figur Laftmann zum Diktator entwickelt hat, tatsächlich von Beginn an systematisch und geplant vorangeht. Es ist zwar bewusstes Handeln, aber es gehört auch sehr viel Talent dazu, intuitiv zu wissen, an welchen Stellen Menschen erreichbar und an welchen Stellen sie empfindlich sind. Ich finde vor diesem Hintergrund die Indikation, wer ist ein Diktator und wer ist ein Terrorist, sehr schwierig.

Monika Wolting: Wie sollen wir ihrer Meinung nach diesen derart talentierten Menschen widerstehen?

Markus Stromiedel: In „Zone 5“ werden die verschiedenen Möglichkeiten des Widerstands durchgespielt, ohne dass ich werte oder gar die eine Form des Aufbegehrens höherstelle als eine andere. Wie schon gesagt, ich bin kein Autor, der eine Gebrauchsanweisung liefert. Aber trotzdem verhandele ich in „Zone 5“ eine Frage, die mich seit einiger Zeit sehr beschäftigt und allein wegen der das Buch für mich einen Sinn macht. Die Frage lautet: Wenn wir uns auf der guten Seite sehen und auf der bösen Seite die Skrupellosen erkennen, müssen wir da nicht ähnlich radikal vorgehen, um dem Bösen entgegen zu wirken? Ferris ist die Figur, die ich zur Diskussion stelle. Er handelt nach dem Grundsatz: Gute Menschen, die nur „gut“ handeln, werden nichts bewegen können. Müssen nicht die Guten ebenso eine Skrupellosigkeit an den Tag legen, um die, die auf der anderen Seite stehen und keine Rücksicht auf uns nehmen, zu bekämpfen?

Monika Wolting: Wie weit sollte man dann diese Spielregeln solcher Gesellschaften hinnehmen? Wo würden Sie eine Grenze ziehen, die nicht überschritten werden darf?

Markus Stromiedel: Das genau ist das Dilemma. Wenn wir die Spielregeln der anderen Seite übernehmen, können wir unsere Gesellschaft und unser Zusammenleben vergessen. Die Regeln, nach denen wir leben und die uns eine weitgehend sichere und befriedete Gemeinschaft ermöglichen, beruhen auf dem Miteinander, auf dem sozialen Aufeinanderzugehen, gepaart durch das Gewaltmonopol des Staates innerhalb der demokratischen Regeln. Das ist zunehmend ein fragiles System, das rund um uns herum auseinanderbricht, betrieben durch Populisten, die die Ängste der Menschen für ihre eigene politische Selbstbefriedigung nutzen. Auch wir hier in Deutschland haben eine solche Gruppe von Politikern, die intuitiv wissen, welche Knöpfe sie drücken müssen, um Macht über die Köpfe der Ängstlichen zu erlangen. Der jüngste Wahlkampf in den USA zeigt sehr plastisch, wohin die Reise gehen kann und was für eine zerrissene Gesellschaft danach zurückbleibt. Wobei, wir müssen gar nicht so weit schauen, auch Europa bietet genug Beispiele.

Monika Wolting: In Ihren Texten, hier denke ich an „Zone 5“ und „Die Kuppel“, zeigen Sie zum einen eine unabänderliche Verwicklung der Figuren in herrschende Machtsysteme (Konzerne, Militär), zum anderen interessieren Sie sich für das Ausbrechen der Figuren aus dem gegebenen Rahmen – in „Zone 5“ sind es David, Alex, zum Teil aber vielleicht nur scheinbar Ferris, in „Die Kuppel“ sind es die Mitglieder der Befreiungsfront, die als „gefährliche Terroristengruppe“ genannt werden und natürlich der Ich-Erzähler. Inwiefern spiegelt das für Sie das Bestreben des heutigen Menschen?

Markus Stromiedel: Ich bin fest davon überzeugt, dass es grundsätzlich das Bestreben des Menschen ist, das Leben zu verbessern, für sich persönlich, aber auch für jene Menschen, mit denen er gemeinsam lebt, in engeren oder in weiteren Zusammenhängen. Allerdings ist es ein weiteres Bestreben des Menschen, Macht zu besitzen, zumindest einem Teil der Menschen geht es darum. Dieser Machttrieb treibt Dinge voran, birgt aber auch Gefahr. Auch hier ist wieder der Punkt, mit Texten kleine Haken in die Leser zu setzen, damit sie wachsam bleiben, damit sie die Vorzeichen erkennen, wann es gefährlich zu werden droht. Nicht jeder hat die Zeit, um über Systeme und Systemzusammenhänge nachzudenken. Aber ich habe diese Zeit. Ich kann diese Gedankenanstöße meinen Lesern geben.

Monika Wolting: Käme ich Ihrem Schreiben näher, würde ich behaupten, die erzählten Geschichten sind im Grunde nur ein Anlass für das Aufzeigen größere Zusammenhänge, gesellschaftsübergreifender Probleme, kultureller, sozialer aber auch pathologischer Konstruktionen, die sich hinter den Handlungen und Denkweisen der Figuren verstecken?

Markus Stromiedel: Der Literat in mir zuckt natürlich zusammen, wenn er das in dieser Ausschließlichkeit hört, denn natürlich ist nicht allein der Inhalt entscheidend. Ich forme den Text und verwende viel Zeit damit, die Worte schlüssig zu fügen. Aber bei allem, was ich hier gesagt habe, ist Ihre Folgerung schlüssig und trifft den Kern. Letztlich habe ich es ja schon benannt, als ich den aufklärerischen Impetus meiner Arbeit beschrieben habe. Der Text ist der Träger des Gedankens. Die Form allein ist ein leeres Gefäß.

Monika Wolting: Ihre Zukunftsvisionen, die durchaus von den Arbeiten namhafter Zukunftsforscher wie Micho Kaku oder Colin Crouch abgesichert werden, können sicherlich zu Irritationen bei den Lesern führen. Ist es für Sie als Autor wichtig, dass Literatur der Gesellschaft einen oft irritierenden Spiegel vorhält? Wie hoch würden Sie diese Funktion der Literatur einschätzen?

Markus Stromiedel: Ich werde zunehmend pessimistisch, was die Wirkung von Literatur angeht. Ich denke, das ist eine altersbedingte Entwicklung, die mir keine größeren Sorgen macht, denn ich befinde mich da in bester Gesellschaft. Viele Autoren überfällt in meinem Alter die große Sinnkrise. Aber die meisten Autoren machen trotzdem weiter, und letztlich weiß ich, dass sie etwas bewegt haben, und sei es allein, der Anstoß zu sein für Menschen wie mich, die den Staffelstab aufnehmen und ebenfalls schreiben. Gerade junge Leser zu erreichen ist wichtig, ihnen will ich Kraft, Stärke und Zuversicht vermitteln. Und ihren Geist öffnen, ihre innere Welt erweitern. Für mich waren zum Beispiel die Bücher von Herbert W. Franke sehr bedeutsam, seine Gedankenmodelle haben mich als Jugendlicher bewegt. Das war leicht zu lesen und hat trotzdem mitten ins Hirn und ins Herz getroffen, ähnlich wie später die Bücher von Stanisław Lem.

Monika Wolting: Herbert W. Franke sagt zu seinen Erfahrungen mit Science-Fiction Folgendes: [Das] „unerschlossene Neuland der Realutopie liegt in der Zukunft, und der Weg dahin mag mit vielen Rückschlägen, Irrtümern und Gefahren verbunden sein. Die sich daraus ergebenden Konflikte liefern mir den Stoff für die dramatischen Handlungen. Dabei geht es um die Zukunft unserer realen Welt und darunter oft auch um Entwicklungen, die heute bereits angelaufen sind und die wir somit noch in unserem Sinn beeinflussen können.“ Würden Sie diese Einstellung auch mit Ihrem Namen unterschreiben?

Markus Stromiedel: Natürlich. Genau deshalb haben seine Bücher bei mir auch so gut funktioniert. Das war der Staffelstab, ich habe ihn damals schon bekommen. Auch wenn ich erst Jahrzehnte später damit begonnen habe, ihn weiterzutragen.

Monika Wolting: In der Danksagung zu „Die Kuppel“ erwähnen Sie auch die Autoren Aldous Huxley und George Orwell. Was haben Sie durch die Lektüre ihrer Texte für sich gewonnen?

Markus Stromiedel: Das waren ebenfalls prägende Texte in meiner Jugend. Aldous Huxley beeindruckte mich mit seiner Vision dieser eigentlich glücklichen Gesellschaft. Diese schön beschriebene, heitere Welt ist sehr nahe unserer Zeit. George Orwell wiederum war unerträglich düster, dabei aber unglaublich emotional in seiner Geschichte, mit Fallhöhen, die ich als Jugendlicher kaum ausgehalten habe.

Monika Wolting: Wie ich es als Ihre Leserin einschätzen kann, komponieren Sie Ihre Visionen zum großen Teil aus den vorhandenen Trends und Technologien?

Markus Stromiedel: Ich verstehe meine Bücher in der Tat nicht als Zukunftsbücher, sondern als Texte der Gegenwart. Die Handlungen verlege ich zwar in die Zukunft, aber letztlich sind es Bücher aus dem Jetzt, denn ich erzähle über das Jetzt, über unsere Welt, über den heutigen Menschen. Wir haben zum Beispiel schon heute – genauso wie in meinem Roman „Zone 5“ – das ernüchternde Problem, dass teure und hochwirksame Medikamente, die wir problemlos bei uns bekommen, in Entwicklungsländern nicht verkauft werden, weil die Pharmafirmen bei einer Lizenzvergabe an Fabriken in Entwicklungsländern die Sorge haben, dass durch Rückflüsse dieser lizensierten Medikamente zu uns der Preis des Medikaments sinkt. So setzen sich viele Dinge in diesem Text zusammen, die direkt unsere heutige Welt widerspiegeln. Aber diese einzelnen Details interessieren mich nur als Fundament für eine Erzählung, sie sind nur Beispiele für einen bestimmten Prozess, um dessen Darstellung es mir eigentlich geht.

1 Markus Stromiedel: Zone 5. München: Droemer 2015, S. 455 [Im Folgenden unter der Sigle »Z« mit Seitenzahl im Fließtext].

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