Mutmassungen

MUTMASSUNGEN. Uwe Johnson und die Gegenwartsliteratur. Zwanzig Jahre Uwe-Johnson-Preis.

Hg. v. C. Gansel in Verb. mit L. Schumacher und M. Frank. Berlin: vbb verlag für berlin-brandenburg 2014.

Uwe Johnson (1934–1984) gehört zu den bedeutendsten deutschsprachigen Autoren der Nachkriegszeit. Mit dem 1994 gestifteten Uwe-Johnson-Preis wird der maßgeblichen Bedeutung von Johnsons Werk Rechnung getragen und es sollen neue Leser gewonnen werden.

Zudem geht es um die öffentlichkeitswirksame Förderung von Gegenwartsliteratur, die mit jeweils unterschiedlichem Akzent an Johnson anknüpft. In den zwanzig Jahren seines Bestehens ist es gelungen, den Literaturpreis als wichtige Kritikinstanz von Gegenwartsliteratur zu etablieren und Uwe Johnson auf diese Weise im kollektiven Gedächtnis wach zu halten, wozu auch die erfolgreiche Einrichtung des Uwe-Johnson-Förderpreises beigetragen hat. Der Band versammelt die Laudationes und Dankesreden der bisherigen Preisträger.

Allgemein
„Kind einer schwierigen Zeit. Otfried Preußlers frühe Jahre“ von Carsten Gansel

Mit Kind einer schwierigen Zeit. Otfried Preußlers frühe Jahre ist Carsten Gansel eine augenöffnende biographische Spurensuche gelungen. Er fand bislang gänzlich unbekannte Dokumente, Fotos aus Kriegsgefangenenlagern und unveröffentlichte Texte Preußlers und zeichnet das bewegende Bild eines Autors, dessen Lebensgeschichte auf existenzielle Weise mit den Zeitläufen des 20. Jahrhunderts verwoben ist. …

Allgemein
1968 – Ost – West — Deutsch-deutsche Kultur-Geschichten

Carsten Gansel und Janine Ludwig (Hg.) Die 68er-Bewegung ist fast zu einem Mythos geworden, wobei sie in der öffentlichen Wahrnehmung bisweilen auf politische Schlagworte verengt wird. Demgegenüber versucht der vorliegende Band den Blick in verschiedene Richtungen zu lenken: Zunächst wird „1968“ in Zeiten des Kalten Krieges als Doppelphänomen in der …

Allgemein
Schreiben, Text, Autorschaft II

Zur Narration und Störung von Lebens- und Schreibprozessen Carsten Gansel (Hg.),  Katrin Lehnen (Hg.),  Vadim Oswalt (Hg.) Neben eng auf die literarische Produktion bezogenen Fragen gewinnt Schreiben als Reflexionsmedium auch in anderen Konstellationen Bedeutung. In Selbstzeugnissen, Autobiografien, Tagebüchern und Briefen geben Schreibende Einblick in Alltagsbegebenheiten und Erfahrungen, Empfindungen und Gedanken und machen das …