Tagung: Geschichte(n) erinnern

Humboldt-Veranstaltungen

Geschichte(n) erinnern – Formen `historisch-fiktionalen Erzählens´ in der deutschsprachigen und polnischen Gegenwartsliteratur
Wrocław, 7.-9. April 2016

cfp

Programm

Eingeladen zu der Tagung werden Germanisten, Polonisten, Slavisten, Historiker, Soziologen, Politik- und Kulturwissenschaftler, die u.a. zu Aspekten der neuesten deutschen und/oder polnischen Kultur und Literatur forschen und sich insbesondere mit Fragen der Darstellung von Geschichte auseinandersetzen. Einmal mehr ist mitzudenken, dass das Jahr 1989/90 als eine Zäsur gelten kann, weil es den Beginn einer neuen geschichtlichen Ära in Europa markiert.
Deutschland und Polen erlebten seither gravierende politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß.

Es kann davon ausgegangen werden, dass es mit der Aufhebung der deutschen Teilung und den globalen Veränderungen zu einem Umbau des ‚Funktionsgedächtnisses’ insofern gekommen ist, als eine Neuaufnahme und Neubewertung erfolgt. Es gelangen nunmehr auch jene Vorgänge, Themen, Spuren ins lebendige Gedächtnis, die über einen längeren historischen Zeitraum ausgeblendet, abgewiesen, ausgemustert oder verworfen waren. So erscheinen Krieg und Holocaust ebenso in einem anderen ‚Licht’ wie Flucht, Vertreibung oder einzelne Etappen der Nachkriegsgeschichte in Deutschland und Polen. Hinzu kommt folgender Umstand, der wiederum global greift: In dem Maße, wie jene Generation ausstirbt, die den mit Nationalsozialismus und Krieg verbundenen Zivilisationsbruch noch erlebt hat, kommt es zu neuen Formen historischen Erzählens, weil die „Mediatisierung von Geschich-te“ zunimmt. Wo gelebte Erfahrung sukzessive verschwindet, gewinnen fiktionale Formen eine neue Bedeutung, und es beginnt eine neue Autorengeneration zu sprechen. Das hat Folgen für die Gattung des überkommenen `Historischen Romans´. Zunehmend werden nämlich traditionelle Formen historischen Erzählens aufgebrochen und durch metafiktionales Erzählen ersetzt.
Veranstalter:
Prof. Dr. Carsten Gansel (Universität Gießen)
dr hab. Monika Wolting (Uniwersytet Wrocławski)
Die Tagung wird durch die DPWS gefördert.

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